Wir verwenden Cookies und Matomo Web Analytics, um unsere Website ständig zu verbessern.

Mehr Informationen

Akzeptieren

Wir müssen über eine rassismuskritische Zukunft sprechen!


Termine:

  • 03. Juli 2021
  • 14. Oktober 2021
  • 11. September 2021
  • 06. November 2021

Die Veranstaltungsreihe „We against silencing“ beleuchtet aus verschiedenen Blickwinkeln, wie unsere koloniale Vergangenheit bis heute wirkt und warum eine Auseinandersetzung mit Rassismus für unsere Zukunft wichtig ist.

Samstag, 3.7.21, 18 - 24 Uhr, Museumsgarten
We against silencing

Spoken Word, Musik und Ausstellung verschiedener BIPoC-Künstler:innen – einen Ort, der ein solidarisches und gleichberechtigtes Miteinander der Zukunft für einige Stunden erlebbar macht.

Nele Müller steht für eine neue Generation von Slam Poetinnen, die sich in gesellschaftliche Prozesse einmischen.
Kaleo Sansaa ist eine Künstlerin, die mit einzigartigem Sound in ihren Bann zieht. Ein Sound, der aus dem Herzen der Sonne zu kommen scheint; echt, ehrlich und experimentell.
Pachakuti ist ein Multiinstrumentalist aus Deutschland und Kolumbien. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von instrumentalem Hip-Hop, Jazz, Neo-Soul, Latin und Funk.
Douniah ist eine Musikerin mit deutsch-marokkanischen Wurzeln. Ihr Sound ist inspiriert von Afro-amerikanischen Jazz, Soul, HipHop und indigener Musik aus Nordafrika.
Saman, geboren und aufgewachsen im Iran, lädt mit seinem DJ-Set zu einer bunten Reise durch das Leben und gemeinsamen Träumen ein. Eine Zeit des Zusammenkommens und des Miteinanders.
Ausstellung „Estehale-Transformation“

Weitere Themen in dieser Reihe:

Warum weiter über die Kolonialzeit reden?
Maria Consuelo Flores Rojas (IMIS) im Interview

528 Jahre sind vergangen, seit die Segelschiffe Niña, Pinta und Santa María in Guanahani anlegten. Ein Ereignis, das den Grundstein für wirtschaftliche, soziale und epistemische Machtstrukturen legte, die sich später weltweit verbreiteten. Strukturen, die unsere Art die Welt und sogar uns selbst wahrzunehmen und zu konstruieren, direkt beeinflussen. Mit den Folgen/ der Kontinuität der Kolonialzeit beschäftigt sich das Forschungsgebiet der post- und dekolonialen Theorien.
Die Ähnlichkeiten und Unterschiede dieser beiden theoretischen Perspektiven, ihre Geburt als Reaktion auf bestimmte gesellschaftspolitische Momente, der Blick auf den theoretischen Rahmen und aktuelle Prozesse sind Thema dieses Interviews.

Maria Consuelo Flores Rojas ist Sozialwissenschaftlerin an der Universität Osnabrück. Ihre theoretischen Schwerpunkte sind: Gender- und Migrationsstudien, sowie rassismuskritische, Post- und Dekoloniale Theorien.

Link zum Interview unter „Podcasts“: www.museumsquartier-osnabrueck.de/digital-quartier/

Museumsnarrative post-kolonial denken
Vortrag von Thorsten Heese

Um die „imperialen Szenografien“ der Kolonialzeit zu überwinden, bedarf es eines bewussten Perspektivwechsels. Zur Entschlüsselung ihrer bis in die Gegenwart nachwirkenden visuellen Prägungen können Museen als „Schulen des Sehens“ einen wichtigen Beitrag leisten. Es geht um die post-koloniale Überwindung eines bis heute kaum bewussten „visuellen Analphabetismus“, der – gerade auch mit Blick auf sich immer weiter diversifizierende Migrationsgesellschaften im Zeitalter der Globalisierung – Kommunikation erschwert und ein gemeinschaftliches soziales Handeln behindert.

Dr. Thorsten Heese ist Kurator für Stadt- und Kulturgeschichte am Museumsquartier Osnabrück – Kulturgeschichtliches Museum sowie Gastdozent der Universität Osnabrück für Museumsdidaktik/ Museumspädagogik.
Link zum Vortrag: www.museumsquartier-osnabrueck.de/digital-quartier/

Osnabrück post-kolonial – eine Spurensuche
Stadtrundgang mit Thorsten Heese

Es ist heute kaum noch bewusst, dass Deutschland 1884–1918 eine Kolonialmacht gewesen ist. Aufgrund der späten Nationalstaatsbildung von 1871 vollzog sich die deutsche Inbesitznahme überseeischer Kolonien besonders aggressiv. Osnabrück hatte an dieser Epoche ebenfalls einen beträchtlichen Anteil. An der deutschen Kolonialgeschichte waren auch Osnabrücker Kaufleute und Soldaten, Fabrikanten und Konsumenten, Missionare und Seefahrer beteiligt. Der postkoloniale Stadtrundgang begibt sich auf eine Spurensuche nach diesem kolonialen Erbe im Stadtbild.

Dr. Thorsten Heese ist Kurator für Stadt- und Kulturgeschichte am Museumsquartier Osnabrück – Kulturgeschichtliches Museum sowie Gastdozent der Universität Osnabrück für Museumsdidaktik/ Museumspädagogik.
Der zweistündige Stadtrundgang ist auf Anfrage für Gruppen buchbar. Eine Anmeldung ist erforderlich unter felix-nussbaum-haus@osnabrueck.de. Treffpunkt: Museumskasse

Donnerstag, 14.10., 18:30 Uhr, Akzisehaus
Antirassistische Solidarität für eine rassismuskritische Zukunft
Vortrag und Gespräch mit Sebastian Garbe

Im Anschluss an de- und postkoloniale Kritiken schlägt dieser Vortrag eine Reihe von Thesen vor, ob, und wie Solidarität von weißen Personen einen Beitrag für eine rassismuskritische Zukunft leisten kann. Der Vortrag untersucht im Rahmen von Ergebnissen einer empirischen Feldstudie die Möglichkeiten und Grenzen von Solidarität. Was geschieht, wenn die Gruppe, die sich solidarisiert, nicht von den gleichen Unterdrückungs-, Ausschluss-, oder Diskriminierungsmechanismen betroffen ist, wie diejenigen, mit der sich solidarisiert wird? Welchen Beitrag für eine rassismuskritische Zukunft können weiße Personen dabei (nicht) leisten?

Dr. Sebastian Garbe arbeitet als Soziologe an der Justus-Liebig-Universität. Er ist in der Solidaritätsarbeit mit Lateinamerika sowie in antirassistischen und postkolonialen Initiativen in Frankfurt und Gießen aktiv. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören post- und dekoloniale Theorie sowie Praktiken und Konzepte von Solidarität.

Samstag, 11.09.21, 11-14 Uhr | Sonntag, 12.09.21, 14-18 Uhr, Akzisehaus
Samstag, 06.11.21, 11-14 Uhr | Sonntag, 07.11.21, 14-18 Uhr, Akzisehaus
Wie kann ich Rassismus im Alltag kritischer begegnen?
Workshop mit Elisabeth Sabah und Laura Hartmann

Der zweitägige Workshop stellt eine kompakte Einführung in die Auseinandersetzung mit Rassismus, dessen Entstehung und seinen Folgen dar. Wir sprechen über unser Miteinander und darüber, welche Rollen wir täglich einnehmen. Das Ziel ist, zukünftig eigene Rassismen zu erkennen und mit ihnen kritischer umzugehen. Dazu gehört, weiße Privilegien und rassistische Denk- und Verhaltensmuster im eigenen Alltag wahrzunehmen und Prozesse der Veränderung anzustoßen.
Am ersten Tag beschäftigen sich die Teilnehmenden kritisch mit kolonialisierten Kulturgütern der ethnografischen Sammlung des Hauses. Eine Befragung der eigenen Rolle wird stattfinden.
Am zweiten Tag übertragen und reflektieren wir das zuvor Bearbeitete in unseren Alltag, und stellen die Frage, wie wir Rassismus in Zukunft kritischer begegnen können.

Elisabeth Mokpokpo Sabah ist eine Schwarze Hebamme, Aktivistin und Mitbegründerin von BCF Deutschland (und Osnabrück). Laura Hartmann ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als Museumslotsin für diversitätsorientierte Vermittlung im Museumsquartier Osnabrück.

Der Workshop ist ein Einstiegsworkshop und richtet sich in erster Linie an nicht-betroffene Personen. Eine Teilnahme ist kostenlos. Das Besuchen der anderen Veranstaltungen dieser Reihe ist keine Voraussetzung, jedoch empfehlenswert.

Alle Veranstaltungen sind barrierefrei erreichbar. Auf Anfrage können Veranstaltungen möglicherweise auf Englisch oder in Gebärden übersetzt werden. Aufgrund der aktuellen Verordnungen über Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus des Landes Niedersachsen können wir derzeit nicht absehen, welche Veranstaltungen vor Ort mit Publikum durchgeführt werden können. Daher bitten wir Sie, sich kurzfristig auf unserer Webseite zu informieren. Dort finden Sie auch Informationen zur Anmeldung.

 

*BIPeople of Color (BIPoC) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren. Weiß und Weißsein bezeichnen ebenso wie Schwarzsein keine biologischen Eigenschaften und keine reellen Hautfarben, sondern politische und soziale Konstruktionen.

Mehr dazu im Wörterbuch der Diversity Arts Culture Berlin: www.diversity-arts-culture.berlin/diversity-arts-culture/woerterbuch

 

Das Forum Migration wird organisiert von der Museumslotsin Laura Hartmann. Ihr Programm wird gefördert von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und der Stiftung Niedersachsen.

 

Wegen Umbau geöffnet

Cookie-Einstellungen

Veranstaltungen

Ausstellungen

Führungen

Museumsquartier

Friedenslabor

Kontakt


Digital-Quartier

Virtuelles Migrationsmuseum

Audioguide


English  |  Nederlands  |    

Facebook

Newsletter abonnieren

Schließen

Anmeldung zum Newsletter

{IF[NO_JS!=true]} {ENDIF[NO_JS]}