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Deutschland sucht seine Routine als Migrationsgesellschaft

Madú und Jens Hasekamp lernten sich in Peru kennen und leben heute gemeinsam in Osnabrück. Ihre Geschichte wird in der Ausstellung „Faces of Migration“ erzählt. (Fotograf unbekannt)

Ein Vortrag von Dr. Thorsten Heese im Graf-Stauffenberg-Gymnasium über die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre um die angebliche „Flüchtlingskrise“. Vor dem Hintergrund des historischen Phänomens „Migration“ wird eine gesellschaftspolitische Einordnung der Geschehnisse und Reaktionen versucht.

Durch die Wanderungsbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Gesellschaft in Deutschland deutlich verändert. In politischen Debatten wurde über viele Jahre kontrovers diskutiert, was längst Fakt war: Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft. Gerade auch im Kontrast zu tagespolitischen Aufgeregtheiten zeigt die Ausstellung „Faces of Migration“ aus historischer Perspektive die Normalität von Wanderungsprozessen. Abstrakte Begriffe des aktuellen Diskurses wie „Steuerung von Migration“, „Integration“, „Flüchtlingsstrom“ oder „Willkommenskultur“ konfrontiert die Ausstellung „Faces of Migration“ mit indivi-duellen Biografien. In diesen Lebensgeschichten spiegeln sich die Prozesse, die Menschen immer wieder aus der gesamten Welt nach Osnabrück führten und führen. Jenen Menschen wird so in und mit der Ausstellung eine ganz persönliche Stimme gegeben. Das Phänomen „Migration“ erhält ein konkretes ‚Gesicht‘.

Die interkulturelle Sonderausstellung „Faces of Migration“ des Museumsquartiers Osnabrück wurde gemeinsam mit Osnabrücker Integrationslotsinnen und Studierenden der Universität Osnabrück im „Forum Migration“ des Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück entwickelt. Sie wird vom 27. Mai bis 14. Juni in den Räumen des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums gezeigt und ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Schule zugänglich.
Veranstaltungsort: Graf-Stauffenberg-Gymnasium Osnabrück. Der Eintritt ist frei.

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