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Stadtgeschichte vor Ort

Tour 1: Die erste jüdische Gemeinde in Osnabrück

120 Minuten – Treffpunkt an der Museumskasse
Schulklassenführungen: 50 Euro
Führungen für Studierendengruppen 50 Euro
Führungen für Privatgruppen 75 Euro,
maximal 25 Personen
Informationen und Buchung bei museum@osnabrueck.de, Telefon 0541 / 323-2207

Die Themen

Die Geschichte der Stadt unmittelbar vor Ort im Stadtraum erkunden: Sechs Themenspaziergänge zur Osnabrücker Stadtgeschichte können Sie nach Terminabsprache bei uns buchen.

Tour 1 Die erste jüdische Gemeinde in Osnabrück
Im 13. Jahrhundert etablierte sich eine erste jüdische Gemeinde. Ihre Ansiedlung unter dem Schutz des Osnabrücker Bischofs blieb nicht ohne Konflikte. Während der Pest im Sommer 1350 kam es, wie vielerorts, zu einem grausamen Pogrom. 1426 verließen die letzten jüdischen Familien die Stadt.
Der Rundgang führt zu den Orten des jüdischen Lebens dieser Zeit und zeigt Spuren des konfliktreichen Lebens zwischen Christ:innen und Jüd:innen im Spätmittelalter auf.
Dr. Thorsten Heese (deutsch/englisch/französisch)

Tour 2 Als Pilger im mittelalterlichen Osnabrück
Pilger waren die ‚Touristen des Mittelalters‘. Welcher Welt begegneten sie im mittelalterlichen Osnabrück? Ein Rundgang führt dazu um das alte Zentrum, die Domburg, und durch das mittelalterliche Osnabrück mit ‚Geschichten aus der Pilger-tasche‘. Im Beutel mitgeführt sind die alltäglichen Dinge, die ein Osnabrücker früher brauchte.
(deutsch)

Tour 3 Von dicken Mauern und mächtigen Türmen
Aus der Vogelperspektive gleicht Osnabrücks Stadtkern einer Niere. Ursache ist die mittelalterliche Ringmauer, die die Stadt bis ins 19. Jahrhundert umfing. Ende des 12. Jahrhunderts erhielt Osnabrück das Privileg, sich durch eine Mauer zu schützen. Die heute noch sichtbare Form entstand 1306 mit dem Zusam-menschluss von mittelalterlicher Alt- und Neustadt.
Ein markantes Relikt dieser Zeit ist der Anfang des 13. Jahr-hunderts angelegte „Bucksturm“. Der Wachturm diente zugleich als Gefängnis. Von der Haft des Grafen Johann von Hoya (1441–1448) zeugt noch der „Johanniskasten“. Der Turm war zugleich ein Tatort der „Hexenverfolgungen“. Während mehrerer Verfolgungswellen (1550–1561, 1583–1592 und 1636–1639) wurden 276 Frauen und 2 Männer hingerichtet.
(deutsch)

Tour 4 Osnabrück post-kolonial – eine Spurensuche
Es ist heute kaum noch bewusst, dass Deutschland von 1884 bis 1918 eine Kolonialmacht gewesen ist. Aufgrund der späten Nationalstaatsbildung von 1871 vollzog sich die deutsche Inbesitznahme überseeischer Kolonien besonders aggressiv. Osnabrück hatte an dieser Epoche ebenfalls einen beträcht-lichen Anteil. An der deutschen Kolonialgeschichte waren auch Osnabrücker Kaufleute und Soldaten, Fabrikantenfamilien und Konsument:innen, Missionare und Seefahrer beteiligt. Der postkoloniale Stadtrundgang begibt sich auf eine Spurensuche nach diesem kolonialen Erbe im Stadtbild.
Dr. Thorsten Heese (deutsch/englisch/französisch)

Tour 5  Stätten nationalsozialistischer Gewalt
Ob „Adolf-Hitler-Platz“, „Braunauer Wall“ oder „Adolf-Hitler-Haus“ – nach der Machtübernahme versuchten die Nationalsozialisten, die Stadt zu ‚besetzen‘. Der Rundgang führt durch die Innenstadt Osnabrücks mit der „Villa Schlikker“, der ehem. NSDAP-Zentrale, als Ausgangspunkt.
(deutsch)

Tour 6 „Osnabrück als Kriegstopografie“
Während des Zweiten Weltkriegs war Osnabrück – anders als im Ersten Weltkrieg – selbst ein Ort des Kriegsgesche-hens. Zwischen 1940 und 1945 wurde die Stadt in 79 Luftan-griffen weitgehend zerstört. Von 18.544 Gebäuden blieben nur 7.418 intakt. 1.434 Menschen kamen ums Leben, davon 268 ausländische Gefangene und Zwangsarbeiter:innen. 1.694 Menschen wurden verletzt und 87.780 obdachlos. Das Leben der Nachkriegszeit blieb bis in die 1960er Jahre durch die Atmosphäre der Ruinenlandschaft geprägt.
Dr. Thorsten Heese (deutsch/englisch/französisch)

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