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Sonntagsvorträge im Dürer Kabinett

Albrecht Dürer, Die Entscheidung des Herkules (Die Eifersucht) Kupferstich, um 1498 Leihgabe der Konrad Liebmann-Stiftung


Termine:

  • 03. Juli 2022

Kosten: Museumseintritt + 2 €
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Dürer steht wie wohl kein anderer Künstler Nordeuropas für Innovationen. Sein vielfältiges kreatives Schaffen, seine neuen Ideen sowie deren inspirierte und auch detailgetreue Umsetzung machten ihn zu einem der bekanntesten Künstler weltweit. Er nutzt innovative Darstellungsformen, verband sie mit neuen Themen und führte damit weg von den alten Traditionen in die Frühe Neuzeit.

Dürer profilierte sich nicht nur als Künstler, sondern auch als Forscher in humanistischen Kreisen, welche nachhaltig das Verständnis des Menschen von sich sowie wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen prägten. In Zeiten der Reformation schaffte es Dürer sich mittels seiner Werke immer wieder selbst ebenso wie bestehende Konventionen kritisch zu hinterfragen. Damit eröffnete er neue Perspektiven sowohl in der Kunst als auch für neue Denkstrukturen im Übergang zur Renaissance.

 

Sonntag, 3. April 2022, 15:30 Uhr
Albrecht Dürer als Grafikkünstler

Dieser Vortrag soll die Person Albrecht Dürers, seinen Werdegang als Künstler und die Rolle der Grafik in der Frühen Neuzeit näher beleuchten.  Welche Techniken standen ihm zur Verfügung und wie setzte er seine Drucke um?
Dürer veränderte das Verständnis und die Nutzung von Grafiken grundlegend. Während sie im Mittelalter als bloße Illustrationsgrundlagen für Bücher oder zur schnellen Verbreitung von Bildern genutzt wurden, erhob er die Druckgrafik nun zu einer eigenständigen Kunstform.
Seine Genauigkeit und die Arbeit mit feinsten Details erlernte er schon in jungen Jahren während seiner Ausbildung zum Goldschmied. Das hier gewonnene Fingerspitzengefühl brachte ihm später einen großen Vorsprung vor anderen Künstlern, was gerade bei seinen feinen Kupferstichen zu sehen ist.

 

Sonntag, 8. Mai 2022, 15:30 Uhr
Die Antike als Vorbild

An diesem Nachmittag steht die Kunst der Antike als Vorbild für Dürers Kunstwerke im Fokus.
Klassische Skulpturen erhielten in der Renaissance einen außerordentlichen Stellenwert. In der italienischen Kunst begann man früh ihre Formen und Ausdrücke zum Vorbild zu nehmen. Dürer studierte zahlreiche dieser Skulpturen auf seinen Reisen in den Süden und erkannte schnell ihre Qualitäten auch für den nordeuropäischen Markt. Er war einer der ersten Künstler außerhalb Italiens, der sie als Inspirationsquelle heranzog, um seine Kunst zu perfektionieren. In zahlreichen Grafiken, die er in den folgenden Jahren entwickelte, lassen sich die antiken Vorbilder wiederfinden.

 

Sonntag, 5. Juni 2022, 15:30 Uhr
Allegorische Motive in Dürers Grafiken

Die in der Sammlung des Kulturgeschichtlichen Museums enthaltenen Werke umfassen zahlreiche Darstellungen, anhand derer Dürers Innovationen und neue Bildthemen sichtbar werden. Diese reichen von mythologischen Darstellungen der antiken Götter, über allegorische Repräsentationen von Lebenseinstellungen und Charaktereigenschaften, bis hin zu allegorisch aufgeladenen Reflektionen über das alltägliche Leben im 15. und 16. Jahrhundert.

Oftmals illustriert Dürer Mythen und Sagen in seinen Grafiken. Doch wie lassen sich diese zuordnen und Lesen. In diesem Vortrag soll den erzählerischen Vermächtnissen auf den Grund gegangen werden.

 

Sonntag, 3. Juli 2022, 15:30 Uhr
Perspektiven und Proportionslehre

Dürer experimentierte nicht nur mit neuen Techniken und Gestaltungsweise, sondern erforschte darüber hinaus mathematische Kontinuitäten. Diese drücken sich etwa in eigenen Proportions- und Perspektivlehren aus. Seine Ergebnisse hielt er später in theoretischen Abhandlungen fest. Indem er seine Arbeitstechniken als eine Orientierungsgrundlage zugänglich und nachvollziehbar machte, prägte er folgende Künstlergenerationen maßgeblich.

Ob nun menschliche Proportionen oder Städtearchitektur; in diesem Vortrag soll Dürer als Wissenschaftler näher betrachtet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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