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„Reklamefeldzug für die Bauhaustapete. Zwischen Übung und Ernstfall“ Ein Vortrag von Ute Brüning

Deutsche Tapeten-Zeitung Nr. 17/01.09.1931, Rasch-Archiv

Die Werbung für das neue Produkt bauhaustapete startete in einem Konfliktfeld. Das Bauhaus reklamierte den Werbeauftrag bei der Herstellerfirma Rasch&Co ausdrücklich für sich – wollte doch Direktor Hannes Meyer an seiner Schule Pädagogik mit Auftragsarbeit in „möglichster Wirtschaftlichkeit“ verbinden. Das letzte Wort über die Unterrichtsergebnisse hatte allerdings der Auftraggeber. Zudem verfolgte Abteilungsleiter Joost Schmidt, der für Druckerei und Reklameabteilung zuständig war, wiederum eigene Vorstellungen von den Lernzielen, die im Konflikt mit denen der Direktion standen.
Die Markteinführung dieser neuen Tapete für die „Volkswohnung“ fällt 1929 auch zusammen mit Meyers Änderung der Lernstrukturen, die sein Nachfolger Mies van der Rohe 1930 gleich nochmals änderte – ein belastender Hintergrund für den Start eines Reklamefeldzuges.
Ute Brüning forscht und schreibt zur Vorgeschichte des Grafikdesign.

Veranstaltungsort: Universität Osnabrück, Gebäude 41 (Altes Kreishaus), Neuer Graben 40, Raum 112 (Alter Kreissaal), der Eintritt ist frei

Abbildung: Deutsche Tapeten-Zeitung Nr. 17/01.09.1931, Rasch-Archiv

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