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Forum Zeitgeschichte

TdT18_AFS_A.v.Pels….jpg August (links) und Hermann van Pels (rechts) mit ihren Freunden Otto und Alice Loeb in Osnabrück Fotografie, Osnabrück um 1930 © Anne Frank Haus Amsterdam, Fotosammlung


Termine:

  • 26. Februar 2020
  • 25. März 2020
  • 22. April 2020
  • 20. Mai 2020
  • 17. Juni 2020
  • 23. September 2020
  • 11. November 2020
  • 16. Dezember 2020

Zeitzeugen erinnern sich. Zwischen 1932 und 1945 befand sich in der Villa Schlikker die Zentrale der Osnabrücker NSDAP. Heute bietet sie Raum für die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit: In der historischen Topografie des NS-Terrors widmet sich der Arbeitskreis mit Zeitzeug*innen dieser Zeit die Möglichkeit, unter wissenschaftlicher Anleitung ihre Erinnerungen zu Nationalsozialismus, Zweitem Weltkrieg und Nachkriegszeit aufzuarbeiten. Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Immer Mittwochs um 10.30 Uhr trifft sich das „Forum Zeitgeschichte – Zeitzeug*innen erinnern sich“ des Museumsquartiers Osnabrück in der Villa Schlikker. In der Veranstaltung können Zeitzeug*innen über ihre persönlichen Erfahrungen in dieser Zeit berichten.
Schulklassen, für die eine Anmeldung erforderlich ist, können ebenfalls kostenlos teilnehmen. Aus organisatorischen Gründen wird darum gebeten, sich frühzeitig unter der Telefonnummer 0541 323-2064 in Verbindung zu setzen.

Am Mittwoch, 22. Januar, 10.30 Uhr geht es um „Mobilität – damals und heute“. Die Fortbewegung des Menschen verändert sich nicht nur mit dem technischen Fortschritt. Auch Not- und Krisenzeiten können die persönlichen Möglichkeiten stark einschränken. In der Veranstaltung wird nach individuellen Erfahrungen insbesondere aus der frühen Nachkriegszeit gefragt, die unter anderem mit den heutigen Bedingungen verglichen werden sollen.

Am Mittwoch, 26. Februar, 10.30 Uhr ist das Thema des Forums: „‚Geistesblitze‘“ – Klassenrundbriefe 1934 bis 2001“. Rötger Noetzel (Jahrgang 1937) stellt als besonderes Zeitdokument einen Quellenbestand von Rundbriefen vor, die eine Klasse von Schülerinnen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen zwischen 1934 und 2001 unter dem Titel „Geistesblitze“ verfasste und untereinander austauschte. Die Rundbriefe beschreiben nicht nur aus jeweils zeitgenössischer Perspektive sieben Jahrzehnte deutscher Geschichte. Auch für die Verfasserinnen – anfangs junge Frauen, später Mütter und Großmütter – veränderte sich im Laufe der Jahre die eigene Perspektive.

Am Mittwoch, 25. März, 10.30 Uhr geht es weiter unter der Überschrift „Flucht im Osten – Ankunft im Westen“. Am Ende des Zweiten Weltkriegs sorgten Flucht- und Vertreibung erzwungener­maßen für große Wanderungsbewegungen in Europa. Die geglückte Aufnahme vieler Ostdeutscher im Westen gilt heute als Erfolgsgeschichte der Integration. Doch dieser Prozess verlief keinesfalls konfliktfrei, sondern war – nicht zuletzt aufgrund der vielen Zerstörungen und der eingeschränkten Versorgungslage – häufig mit sozialen Mühen und Spannungen verbunden. Als Impuls berichtet Helmut Prien (Jahrgang 1935) von der Flucht seiner späteren Ehefrau Helga Strömer (1940-2013). Sie musste 1945 mit ihrer Familie aus Glauch im ostpreußischen Masuren fliehen.

Am Mittwoch, 22. April, 10.30 Uhr ist der Titel des Forums: „Prägungen der Kindheit“. Erfahrungen aus der Kindheit haben großen Einfluss auf das spätere Leben als Erwachsener. In der Veranstaltung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt, was sie im Alter zwischen vier und 14 Lebensjahren im Elternhaus, in der Schule und im örtlichen Umfeld besonders geprägt hat. Als Einstieg stellt Bernd Kruse Jugendbücher aus der NS-Zeit vor.

Am Mittwoch, 20. Mai, 10.30 Uhr wird die „Entnazifizierung“ thematisiert. Um die für die nationalsozialistischen Verbrechen Verantwortlichen nach dem Zweiten Weltkrieg zur Rechenschaft zu ziehen, unterzogen die alliierten Militärregierungen in den Besatzungszonen die Bevölkerung einem aufwendigen Entnazifizierungsverfahren. Fragebögen waren auszufüllen und wurden anschließend von Kommissionen ausgewertet. Die Befragten wurden anschließend nach fünf Kategorien eingestuft: I. Hauptschuldige (Kriegsverbrecher), II. Belastete, III. Minderbelastete, IV. Mitläufer und V. Entlastete. Die Einstufung hatte entsprechende Konsequenzen für das weitere Leben und beispielsweise die Arbeitsstelle. Die Veranstaltung fragt nach Erinnerungen an die konkreten Abläufe in Osnabrück.

Am Mittwoch, 17. Juni, 10.30 Uhr geht es um „Homosexualität in der NS- und Nachkriegszeit“. Während des Nationalsozialismus wurde Homosexualität gesetzlich unter Strafe gestellt. Entsprechend wurden Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt, eingesperrt und in Konzentrationslager interniert. Auch in der Nachkriegszeit galt der NS-Paragraf 175 StGB weiter und wurde erst 1994 endgültig aufgehoben. Die Verfolgten wurden nachträglich rehabilitiert. Hannah Moraw fragt im Rahmen ihres FSJ Kultur am Museumsquartier Osnabrück nach persönlichen Erfahrungen.

Nach der Sommerpause sind „Wolfskinder“ das Thema des Forums am Mittwoch, 23. September, um 10.30 Uhr. Zu den besonderen Schicksalen des Zweiten Weltkriegs gehören die sogenannten Wolfskinder: Die Kriegswaisen verloren zwischen 1945 und 1947 in den Wirren des Kriegsendes den Kontakt zu ihren Familien und Angehörigen, versteckten sich in Wäldern und versuchten, irgendwie zu überleben. Einige wurden von Litauerinnen und Litauern aufgenommen und konnten Jahre später nach Deutschland zurückkehren. Es werden Personen gesucht, die über „Wolfskinder“ berichten können.

Nach der Herbstpause geht es am Mittwoch, 11. November, um 10.30 Uhr um „Das Kriegsgefangenenlager in der Eversheide – Geschichte und Erinnerung“. Das Lager in der Eversheide, zunächst als bewegliches Auffanglager („Nr. 7 Dorsten“) für französische Kriegsgefangene genutzt, wurde am 15. Juli 1940 zum Offiziersgefangenenlager „Oflag VI c“. Dort befanden sich zwischenzeitlich bis zu 5.000 Offiziere der jugoslawischen Armee. Eine Besonderheit: In dem Lager saßen auch jüdische Offiziere ein, die noch bis 1944 unter dem Militärrabbiner Hermann Helfgott regelmäßig eigene Gottesdienste feiern und auf dem jüdischen Teil des Johannisfriedhofs Tote bestattet konnten. Heute existiert der Verein „Baracke 35“, der sich aktiv um das Erinnern an die besondere Geschichte des Lagers bemüht.

Am Mittwoch, 16. Dezember, 10.30 Uhr steht ein „Planungstreffen und Weihnachtsfeier“ auf dem Programm. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen treffen sich in gemütlicher, vorweihnachtlicher Atmosphäre, um die Veranstaltungen der vergangenen Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und gemeinsam die neuen Themen für das nächste Jahr zu besprechen.

 

 

 

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