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Das Stadtzentrum weiter denken

München, Sendlinger Str., ©Daniel Fuhrhop

Eintritt frei

Die (Innen-) Stadt ist Wohn- und Arbeitsraum. Erst die Konkurrenz der Shopping-Center, dann der Onlinehandel und schließlich Corona: der innerstädtische Handel befindet sich seit langem in der Defensive. Um einen Wandel zu lebendigen Stadtzentren anzustoßen, schlägt Daniel Fuhrhop vor, auf zwei Weisen in die Offensive zu gehen. Das betrifft zum einen das Management der Ladenflächen. Hier kann das Stadtzentrum nicht mit der Professionalität eines Centermanagements mithalten. Die aktuelle Notlage bietet nun aber die Chance für gemeinsames Handeln vieler Eigentümer:innen. Die Kommunen sollten mit Politik und Verwaltung vorangehen und ein gemeinsames Management von Ladenflächen anregen. Bei diesem Vorschlag stützt sich Daniel Fuhrhop neben Expertise im Stadtwandel auch auf Erfahrungen als OB-Kandidat für Oldenburg 2021.
Zum anderen kann der Handel nicht mehr alle Flächen der Innenstädte allein bespielen. Auch hier sollten wir weiterdenken, diesmal von der Fläche gedacht: Das Stadtzentrum einer Stadt wie Osnabrück sollte nicht von mehrspurigem tosendem Autoverkehr eingekreist werden, sondern die Verkehrswende bietet die Chance, die Orte rund um den Innenstadtwall neu erlebbar zu machen für Gastronomie, für Schausteller, für Kunst, Kultur und Musik, für Spiele und Gärten und für das Zusammenkommen der Menschen.

Daniel Fuhrhop engagiert sich als Wirtschaftswissenschaftler bei den Scientists for Future dafür, Eigentümerinnen von Altbauten zu beraten, dadurch Wohnraum zu finden und neu zu nutzen. Als Sachbuchautor schrieb er die Streitschrift „Verbietet das Bauen!“ und den Ratgeber „Einfach anders wohnen“. Zuvor war er fünfzehn Jahre Unternehmer, gründete und leitete den Stadtwandel Verlag. 2021 kandidierte er als Oberbürgermeister von Oldenburg und erreichte in der Stichwahl 46%. Er lebt seit 2022 in Potsdam.

 

Das Felix-Nussbaum-Haus, erbaut nach einem Entwurf des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind, zeigt eine thematische Auswahl der weltweit umfassendsten Sammlung von Werken des in Osnabrück geborenen und in Auschwitz ermordeten Künstlers Felix Nussbaum. Für den Museumsbau verschachtelt der Architekt auf Grundlage eines komplexen Bezugssystems drei sich überschneidende Baukörper. Im Inneren treffen die Besuchenden auf ansteigende und abfallende Böden, werden durch sich verengende Gänge und verwinkelte Räume geführt und finden sich in sackgassenähnlichen, spitzen Ecken wieder. Gitter in den Böden verunsichern den Tritt. Schräg verlaufende, schmale Fenster geben kaum Orientierungspunkte im Außen. Labyrinthisch erscheint das „Museum ohne Ausgang“, das Gefühle von Zerrissenheit, zunehmender Enge und ansteigender Orientierungslosigkeit baulich sichtbar und räumlich erfahrbar macht.

Als Leuchtturm zeitgenössischen Bauens stellt das Felix-Nussbaum-Haus mit seiner besonderen Architektursprache einen stimmigen Veranstaltungsort für die Baukulturgespräche Osnabrück dar. Baukultur prägt unsere Städte und Landschaften. Sie macht sie bunt, vielfältig und unverwechselbar. Das Unverwechselbare und Prägende in der regionalen Baukultur aufzuspüren, ist das Ziel der Baukulturgespräche Osnabrück. Die Veranstaltungsreihe des Vereins für Baukultur Osnabrück stellt den Umgang mit der gebauten Umwelt in den Fokus. Dabei kommen nicht nur Fachleute zu Wort. Die Mischung aus Fachvorträgen und Diskussionen macht die Themenabende lebendig und fördert den Austausch zwischen Fachleuten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

In diesem Jahr steht das Thema Innenstadt im Fokus der Baukulturgespräche. Unsere Innenstädte wurden über Jahrzehnte ausschließlich vom Handel dominiert. Dieses monostrukturelle Geschäftsmodell stirbt jetzt, insbesondere durch neue digitale Angebote und steigende Umsätze im Onlinehandel. Deswegen stirbt aber nicht das Stadtzentrum. Mit einer individuellen, lebendigen Mischung aus Handel, Gastronomie, Gewerbe, Kultur und Wohnen müssen sich unsere Innenstädte neu erfinden und die austauschbare, immer gleiche durch internationale Marken geprägte Filialisten-Einkaufsstraße ablösen. Die Baukulturgespräche Osnabrück 2022 sollen aufzeigen, welche Rolle die Baukultur bei diesem Wandel spielt, wie Architektur und Freiraumplanung die positive Entwicklung der Innenstädte fördern können und wie eine ausgewogene Entwicklung von Innenstadt und Quartiersentwicklung gefunden werden kann.    

 

Die Baukulturgespräche werden durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gefördert.

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