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Blutsbrüder und Todfeinde: Karl May und Amerika-Romantik in der DDR

Dr. Frank Wolf (Universität Osnabrück, Historisches Seminar): Die SED stand vor einem Dilemma: Zum einen integrierte sie zum einen die amerikanischen Ureinwohner als unterdrückte Menschen in die Dialektik des materiellen Kapitalismus, um die USA insgesamt zu diskreditieren. Zum anderen erwuchs die Indianerbegeisterung in der DDR-Bevölkerung aus der Sehnsucht nach dem unerreichbaren Fremden weit hinter der Mauer. Die Indianer- und Amerika-Romantik erlaubte die mentale Flucht aus der schalen Realität des reell existierenden Sozialismus – was im SED-Staat schnell als politische Unzuverlässigkeit ausgelegt werden konnte. Dies führte zu zahlreichen Konflikten, aber auch zu Freizonen in Kulturgruppen und Vereinen und kulminierte vor allem in der Region um Karl Mays Lebensort Radebeul. Der Vortrag erkundet, wie das imaginierte Fremde Karl Mays ein imaginiertes Fremdes in der DDR erlaubte und diskutiert, inwiefern diese Begeisterung für den „Wilden Westen“ im öden Osten eine kritische oder eine affirmative kulturelle Praxis war.

Ein Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Blutsbrüder“, der Mythos Karl May in Dioramen, 26. Januar – 2. Juni 2019. Der Eintritt ist frei.

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