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„Levitation“ – Werke von Daniel Pešta im Felix-Nussbaum-Haus

Vom 17. September bis 27. November wird im Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück eine Ausstellung des tschechischen Künstlers Daniel Pešta präsentiert. Die Ausstellung "Levitation" steht unter dem Jahresthema "Würde". Sie umfasst ein breites Spektrum an Ausdrucksmitteln – angefangen bei Malerei, über Raum- und Wandinstallationen bis hin zu Videoart und Konzeptkunst. Pešta hat für seine Ausstellung im Felix-Nussbaum-Haus ein künstlerisches Projekt realisiert, in dem er sowohl mit dem Maler Felix Nussbaum als auch mit dem Architekten Daniel Libeskind in Dialog tritt.

Unter "Levitation" versteht man einen Zustand des "Schwebens". Der Künstler Daniel Pešta beschäftigt sich in seiner Kunst mit der Vieldeutigkeit dieses Begriffs.

"Dieses Museum in Osnabrück ist eine unglaubliche Herausforderung. Es war kein einfacher Prozess, die Werke von Felix Nussbaum der Gegenwartskunst Daniel Peštas gegenüber zu stellen. Es ist ein wunderbares Experiment und ich schätze es sehr, dass dieses in Osnabrück geglückt ist", so Dr. Dadja Altenburg-Kohl, Direktorin des Museum Montanelli in Prag, in einem Pressegespräch am Vortag der Eröffnung.

Ein Teil der Werke wurden 2010 im Museum Montanelli in Prag präsentiert, das die Ausstellung mit dem Osnabrücker Haus gemeinsam produziert. Daniel Pešta erweitert in Osnabrück die Ausstellung um Arbeiten, die auf das Werk Felix Nussbaums eingehen - nicht in Anlehnung an das dramatische Lebensschicksal Nussbaums, sondern in Anlehnung an seinen Humor, an seine Suche nach Identität.

In seinen Werken prangert Pešta die "kalte" wissenschaftliche Analyse eines Gen-Codes an und stellt die Frage nach der Vorbestimmtheit des menschlichen Lebens. Pešta nutzt alltägliche Momente aus der Geschichte früherer Generationen, die zu politischen und gesellschaftlichen Höllen und Familiendramen führten, um Fragen zum kollektiven Bewusstsein zu stellen. Dabei geht es ihm immer auch um das Vergessen von Unrecht und Verbrechen. Das in gewissem Sinne sehr politische und engagierte Werk stellt die unendliche Geschichte menschlichen Lebens und menschlicher Schicksale dar.

Der Künstler befasst sich seit Jahren mit den Themen Religion und der moralischen Verantwortung von diesen jahrtausendelang überlieferten Ordnungen. Der Begriff "Levitation" kann einen persönlichen Traum über die eigene Schwerelosigkeit darstellen oder als Synonym für die Technologie gelten, die Pešta in seinen Werken anwendet. Wenn etwa einzelne Personen oder ganze Gruppen durch eine durchsichtige Masse schweben, dann erwachen auch ihre Geschichten wieder zum Leben.

Daniel Pešta, 1959 in Prag geboren, studierte an der dortigen Baugewerbeschule und der Václav-Hollar-Kunstschule. Unter dem kommunistischen Regime war er als Arbeiter in unterschiedlichen Berufen tätig. Später wurde er Werbegrafiker und entwarf für alternative Musikformationen Plattencover und Plakate. Parallel malte und zeichnete er. Als er 1989 seinen Reisepass bekam und das Land verlassen konnte, ging er nach Westeuropa und wurde stark von der Konzeptkunst beeinflusst. Daniel Pešta nahm auf wichtigen Biennalen der zeitgenössischen Kunst teil (Mexico City, Chicago, Florenz, Prag). Für seine Buchkunst und sein freies Schaffen erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen. Er ist Mitglied der tschechischen Künstlervereinigung Mánes. Daniel Pešta lebt und arbeitet in Prag und Frankfurt/Main.

In der Sonderausstellung "Levitation" werden neben den Werken Daniel Peštas Arbeiten des Malers Felix Nussbaum gezeigt. Die Werke Nussbaums setzen sich stets mit menschlichen Empfindungen auf real wirkende Situationen auseinander. Mit einer korrespondierenden Präsentationsform der Werke Nussbaums und Peštas wird ein neues Ausstellungskonzept realisiert, das zu neuen Sichtweisen der Werke Nussbaums einlädt, wie etwa das "Selbstbildnis mit Bruder", das 1935 entstand und im Zusammenhang der nationalsozialistischen Gesetzgebung interpretiert wird. Nussbaum malte sich selbst maskenhaft erstarrt in melancholisch wirkender Verschlossenheit und wählt für seinen Bruder den Ausdruck eines fröhlich aufgesetzten, lauten Lachens. Im Dialog mit Daniel Peštas Installation der Masken lassen sich die eigentlich gegensätzlichen Ausdrucksformen als "Fassade" oder "Maske" wahrnehmen. Sie verdeutlichen die Projektionsebenen, die sich der Mensch vom jeweils anderen Menschen macht.

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