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Larry Abramson: Trümmerhaufen 2002-2004

© Larry Abramson

Das Felix-Nussbaum-Haus präsentiert aktuelle Arbeiten des israelischen Künstlers Larry Abramson aus den Jahren 2002 bis 2004 in der Ausstellung "Trümmerhaufen, 2002-2004". Die Ausstellung ist das erste Projekt der Reihe "Kommentare": Hier werden Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die aus einer gegenwärtiger Position einen aktuellen Dialog mit dem Werk Felix Nussbaums aufnehmen. Denn Nussbaums Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung und Zerstörung sind zeitlos und fordern nach wie vor zur Auseinandersetzung heraus.

Larry Abramson, 1954 in Südafrika geboren, lebt und arbeitet seit 1961 in Jerusalem. Seit 1984 hat er eine Professur an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Er gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Künstlern Israels.

In seiner Kunst verbindet Abramson Rudimente abendländischer Kultur und jüdischer Identität zu einer eigenen, minimalistischen Bildsprache, die sich einer direkten politischen oder religiösen Aussage enthält. Abramson arbeitet mit Andeutungen, die dem Betrachter Freiräume lassen.

In seinen aktuellen Werken geht der Künstler auf Spurensuche in Ruinen: Ruinen als Folge von Bombenangriffen, Erdbeben und Terrorakten. Die rund zehn großformatigen Kohlezeichnungen sind aus sechs oder acht einzelnen Teilen zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Gezeigt wird aber auch eine Reihe kleinerer Arbeiten.

Unter den großformatigen Arbeiten befindet sich ein Werk, das den Titel "Felix' pile" trägt. Abramson setzt sich mit dieser Arbeit direkt mit dem letzten Bild Felix Nussbaums "Triumph des Todes" von 1944 auseinander. In Nussbaums Œuvre sind Elemente von Ruinen und geborstene Säulen eine Metapher für die Zerstörung der abendländischen Kultur. Eine ähnliche Sinngebung erfahren diese Zeichen menschlicher Zivilisation im Werk Abramsons. Auch in "Felix’ pile" werden puzzleartig Ruinen von Katastrophen wie Erdbeben oder Bombenanschlägen zusammengesetzt.

Abramson benutzt häufig Fotografien, besonders Nahaufnahmen von Zerstörungen, als Vorlagen für seine Zeichnungen. Einzelheiten sind puzzleartig zusammengesetzt und erfordern damit die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters, der sich in die kleinteiligen Zeichnungen einarbeiten muss, um sie lesen zu können: eine Herausforderung in der heutigen Zeit, in der die schnellen Bildfolgen des Fernsehens und der Medienkunst die Sehgewohnheiten der Menschen bestimmen. Abramsons Arbeiten sind von einer fühlbaren Verletzlichkeit, entziehen sich dabei aber einer direkten politischen Aussage und werden somit ganz allgemein zum Ausdruck menschlicher Tragödien.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Museums- und Kunstvereins Osnabrück e.V. und des Felix-Nussbaum-Hauses in Kooperation mit dem Ein Harod Museum, Jerusalem. Es erscheint ein dreisprachiger Katalog (deutsch/englisch/hebräisch).

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