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Else Lasker-Schüler: Leben und Werk

Das Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück widmet sich vom 3. Juni bis 9. September in der Ausstellung "Der Prinz von Theben - Else Lasker-Schüler: Dichterin, Zeichnerin, Rebellin" dem Leben und Werk der deutschen Dichterin Else Lasker-Schüler (1869 Wuppertal - 1945 Jerusalem). Neben Fotografien und Dokumenten werden erstmals auch viele Originalzeichnungen und Briefe gezeigt. Die Exponate veranschaulichen, wie sich Else Lasker-Schüler als emanzipierte Frau gegen die herrschenden politischen Verhältnisse und bürgerlichen Konventionen ihrer Zeit auflehnte.

Als Else Lasker-Schüler vor über 62 Jahren (am 22. Januar 1945) in Jerusalem starb, erschienen nur wenige Nachrufe - und die in englischer Sprache. In ihrer Heimat Deutschland waren noch immer die Nationalsozialisten an der Macht. Vor ihnen war die Dichterin 1933 als unwillkommene Emigrantin in die Schweiz geflohen, deren Behörden nach der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs 1939 ihre Rückkehr von einer Palästinareise nach Europa verhinderten.

In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg rebellierte sie mit ihrem extravaganten Auftreten gegen viktorianische Vorstellungen von der Dominanz des Mannes über die Frau. Lasker-Schüler propagierte freie Liebe und autonome weibliche Erotik. Sie schlüpfte gern in männliche Rollen, stutzte ihr langes dunkles Haar zum Pagenkopf und nannte sich nach dem biblischen Josef "Prinz von Theben" zum Selbstschutz und zur Umkehrung des herkömmlichen Geschlechtermodells.

Mit ihren, damals als subversiv gewerteten, Werken trat sie den politischen und gesellschaftlichen Problemen entgegen. In Gedichten brachte sie abenteuerliche Liebespassionen zum Ausdruck, womit sie bei den Nationalsozialisten als moderne starke Frau, aber auch aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Ungnade fiel. Bereits 1933 ließen die deutschen Machthaber ihre Werke öffentlich verbrennen.

Von 1939 an bis zu ihrem Tod 1945 lebte die Kleist-Preisträgerin entwurzelt in Jerusalem. Dort rechnete sie in einem Drama mit dem Regime der Nationalsozialisten ab und verdeutlichte so ihre Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit.

"Der Prinz von Theben" ist eine Ausstellung der Ernst Barlach Museumsgesellschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Felix-Nussbaum-Haus. Unterstützt wird die Ausstellung von zahlreichen öffentlichen und privaten Leihgebern.

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