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bauhaustapete – neu aufgerollt

Fotografie: Originalanzeige 1931, Ullstein-Werbe-Beratung – U

Tapeten und Bauhaus? Was nicht passt, wird passend gemacht! So oder so ähnlich hat Emil Rasch von der Hannoverschen Tapetenfabrik Gebr. Rasch & Co vielleicht gedacht, als er 1929 nach Dessau reiste, um den Bauhaus-Direktor Hannes Meyer von seiner Idee zu überzeugen – mit Erfolg! Im Jahr 1929 gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden des Bauhauses in Dessau entwickelt, wurde die in Bramsche bei Osnabrück produzierte bauhaustapete ein die Bauhaus-Ära überdauernder Erfolg. Die Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück spannt den Bogen von der Geschichte des Projektes, ihren Akteur*innen und der Werbekampagne über die aktuelle Neuauflage der bauhaustapete bis hin zu der Frage nach Spuren des Bauhauses in unserem heutigen Alltag. Ziel ist ein zeitgemäßer Blick auf ein besonderes Bauhaus-Produkt, anhand dessen die Widersprüchlichkeiten der Wirkungsgeschichte des Bauhauses genauso aufgezeigt werden sollen wie dessen Utopien und Ideen für gemeinschaftliches, interdisziplinäres Gestalten.

Die Konzeption der Ausstellung versteht die bauhaustapete explizit als Projekt, bei dem unterschiedliche Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Handwerk, Industrie und Wirtschaft trotz anfänglich konträr erscheinender Grundsätze erfolgreich kooperiert haben. Diesen Kooperationsgedanken spiegelt auch die Ausstellung wider: Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück, mit der Tapetenfabrik Rasch in Bramsche, zeitgenössischen Künstlern und unter Beteiligung von Osnabrücker Bürger*innen.

Die Besucher*innen erwartet ein Gang entlang der 90jährigen Geschichte der bauhaustapete. Sie erfahren etwas über ihren ursprünglichen Bestimmungsort, die sogenannte „Volkswohnung“, und lernen die Macher der Tapete kennen. Zudem erfahren sie etwas über die umfassende, zeitweise vom Bauhaus übernommene Werbekampagne sowie über die Geschichte der bauhaustapete nach Ende des Bauhauses bis hin zur aktuellen Kollektion 2019. Aus eben dieser gestaltet der zeitgenössische, international bekannte Künstler Tobias Rehberger eigens für die Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück eine großformatige Wandarbeit.

Zum Ende des Rundgangs der Ausstellung trifft man auf einen Bereich, in dem die Frage nach dem Einfluss des Bauhauses und der dort (weiter)entwickelten, vielfältigen Formensprache auf unseren heutigen Alltag gestellt wird. Diesen Raum füllen zum einen Studierende des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück mit Leben. Sie erarbeiten designhistorische Antworten auf die Frage, inwiefern in unserem unmittelbaren Lebensraum und Alltag Bezüge zum Bauhaus (re)konstruierbar sind. Zum anderen sind Osnabrücker Bürger*innen unter dem Motto „Was schläft denn da in Omas Keller” dazu aufgerufen, Objekte mit tatsächlichem oder vermeintlichem Bauhaus-Bezug beizusteuern. Gemeinsam werden die Objekte und ihre individuellen Geschichten für die Präsentation aufbereitet.

Begleitet wird die Ausstellung durch einen Katalog und ein umfassendes Vortrags-, Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot. Großzügig unterstützt wird sie vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Niedersächsischen Sparkasse und der Stiftung der Sparkasse Osnabrück, von der Tapetenfabrik Rasch und dem Museums- und Kunstverein Osnabrück.

Begleitprogramm

Donnerstag, 4.7.19, 19 Uhr, Universität
Reklamefeldzug für die Bauhaustapete. Zwischen Übung und Ernstfall 
Vortrag Ute Brüning
Die Werbung für das neue Produkt Bauhaustapete startete in einem Konfliktfeld: Bauhausdirektor Hannes Meyers Bestreben, Pädagogik möglichst wirtschaftlich mit Auftragsarbeit zu verbinden, passte nicht mit den Vorstellungen des Leiters der Reklamewerkstatt und Druckerei, Joost Schmidt, zusammen. Auch der Auftraggeber Rasch wollte mitreden. 1930 folgte Ludwig Mies van der Rohe Meyer im Amt nach und änderte erneut die Lernstrukturen. Der Vortrag beleuchtet diesen schweren Start eines Reklamefeldzugs.
Eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Eintritt frei

Freitag, 16.8.19, 18 Uhr, Museumsquartier
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG  
Eintritt frei

Dienstag, 3.9.19, 19 Uhr, Museumsquartier
Bach in der weißen Stadt  
Konzert mit Alon Sariel
Der junge israelische Mandolinist Alon Sariel verbindet die beiden Städte Weimar und Tel Aviv musikalisch und kreiert – zusammen mit seinem Ensemble Concerto Foscari – seine persönliche Hommage an das Bauhaus zu dessen 100. Geburtstag. Die Nähe und Liebe vieler Bauhaus-Meister wie Wassily Kandinsky, Paul Klee oder Lyonel Feininger zur Musik fordert zur Auseinandersetzung der beiden Kunstformen und Disziplinen auf. Im Jubiläumsjahr des Bauhauses sollen Vergangenheit (Bach- und Bauhaus-Gründungsstadt Weimar) und Gegenwart (UNESCO Welterbe »Weiße Stadt« in Tel Aviv) musikalisch betrachtet und in Kontext gesetzt werden. Werke der Bach-Familie und die neue Komposition »Walk with Bach« von Amit Weiner, ein Auftragswerk der Stiftung Niedersachsen, stehen im Zentrum dieses außergewöhnlichen Konzerterlebnisses, das durch eine Videoinstallation von Asaf Lewkowitz visuell begleitet wird.
Die Konzertreihe wird gefördert durch die Stiftung Niedersachsen.
Beginn: 19 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr
Vorverkauf/Abendkasse: 10 € | ermäßigt: 8 €
VVK an der Museumskasse und in der Touristeninformation

Donnerstag, 5.9.19, 19 Uhr, Museumsquartier
Das Erbe der Bauhaustapete 
Gespräch mit Frederik und Gerrit Rasch
Die Kuratorin der Ausstellung, Maren Waike-Koormann, spricht mit Gerrit und Frederik Rasch über die Geschichte des Familienunternehmens im Zusammenhang mit der Bauhaustapete und über die beteiligten Akteur*innen, insbesondere über Emil und Maria Rasch. Zudem wird es um die Frage der Verantwortung gehen, die das Erbe der Bauhaustapete mit sich bringt: Es ist das einzige industrielle Produkt, das seit Beginn der Zusammenarbeit mit dem Bauhaus im Jahr 1929 in immer wieder aktualisierter Form im Markt vertreten ist.
Eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Eintritt frei

Mittwoch, 11.9.19, 19:30 Uhr, Museumsquartier
frau@bauhaus  
Lesung im Rahmen des Literaturfest Niedersachsen der VGH-Stiftung
Die Autoren Jana Revedin und Tom Saller lesen aus ihren Büchern »Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus« und »Wenn Martha tanzt«. Mit der Autorin und Literaturkritikerin Frauke Meyer-Gosau und der Ausstellungskuratorin Maren Waike-Koormann sprechen sie zudem über die kreativen Konzepte und beinahe vergessenen Pionierinnen der Bauhaus-Ära.
Beginn: 19:30 Uhr | Einlass: 19 Uhr
Vorverkauf/Abendkasse: 15 € | ermäßigt: 10 €
VVK an der Museumskasse, in der Touristeninformation und beim Ticketservice der NOZ

Sonderführung durch die Ausstellung: 18 Uhr

Dienstag, 1.10.19, 18 Uhr, Museumsquartier
Mythos Bauhaus 
Vortrag Anja Baumhoff
Welche Qualitäten haben die einst rebellische Reformschule ins Herz der heutigen Deutschen getragen? Der Vortrag von Anja Baumhoff, Professorin für Kunst- und Designgeschichte an der Hochschule Hannover, untersucht, wie emanzipiert und demokratisch man damals wirklich war und warum Weimar nicht Berlin ist.
Eine Kooperation mit der VHS und dem Museums- u. Kunstverein Osnabrück.
Eintritt frei

Donnerstag, 24.10.19, 19 Uhr, Museumsquartier
Faszination Farbe!
Vortrag von Christine Gottwald
Farbe wirkt auf uns – und allein mit Farbe können wir einen Raum völlig verändern. In dem Vortrag der Designerin des Farbenherstellers Akzo Nobel geht es um das Phänomen Farbe an sich, Geschichte, Psychologie und Trends: Farbe hat viele Facetten und spielt eine spannende Rolle in unserer Gesellschaft. Erläutert und gezeigt wird auch die Entwicklung einer speziellen Farbkollektion für das Bauhaus-Projekt, das in Kooperation mit der Tapetenfabrik Rasch realisiert wurde.
Eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Eintritt frei

Donnerstag, 7.11.19, 19 Uhr, Museumsquartier
»Alles Design« 
Gespräch mit den Designerinnen Marjolein van der Aa, Angelika Rösner und Luzia Hein
Marjolein van der Aa, Chefdesignerin der Tapetenfabrik Rasch, Angelika Rösner, Professorin für Produktdesign an der Hochschule Krefeld, und Luzia Hein, Grafikdesignerin und Gewinnerin des German Design Awards sprechen über die Ausbildung im Design, über Kooperationsmöglichkeiten zwischen Industrie und Ausbildungsstätten und über die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche.
Eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Eintritt frei

Donnerstag, 14.11.19, 19 Uhr, Museumsquartier
DAS Bauhaus gibt es nicht
Buchvorstellung und Gespräch mit Wulf Herzogenrath
Der Kunsthistoriker und Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin stellt sein aktuelles Buch »DAS Bauhaus gibt es nicht« vor.
Eintritt frei

Donnerstag, 5.12.19, 19 Uhr, Museumsquartier
Bauhaustapete und dann? Die Künstlerkollektionen der Tapetenfabrik Rasch nach 1945 
Vortrag Sabine Thümmler und Finissage
Der Vortrag geht der Frage nach, wie die Tapetenfabrik Rasch nach 1945 an den Erfolg der Bauhaustapete wieder anknüpfen konnte. In der Aufbauphase der jungen Bundesrepublik stellten sich ähnliche Fragen wie im Siedlungsbau der 1920er und 1930er Jahre. Geschmackvolle Einrichtungen zu erschwinglichen Preisen waren das erklärte Ziel. Und wiederum hatte die Tapetenfabrik Rasch eine durchschlagende Idee. Sie brachte in den 1950er Jahren Kollektionen auf den Markt, die von Architekten und Künstlern geschaffen waren und den Bogen von graphischen Mustern bis hin zu Bildmotiven spannten. Die Entwürfe stammten unter anderem von Arnold Bode, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Bernhard Schultze, Bele Bachem oder Salvatore Dali.
Eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Mit anschließendem Sektempfang, Eintritt frei

 

Ein Filmbeitrag des NDR

 

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