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7. Osnabrücks Kinder haben Wurzeln in aller Welt

Schüler und Schülerinnen der GS Stüveschule Osnabrück

In der Stüveschule in Osnabrück steht seit Februar 2011 ein Baum, gebastelt aus Maschendraht und bunt bemaltem Papier. Ihn haben Zweitklässler gemeinsam mit der Musik- und Kunstschule Osnabrück nach eigenen Skizzen und Modellen gebaut. Zusätzlich zieren ihn die Namen und Flaggen der Länder, aus denen die Kinder sowie ihre Eltern und Großeltern stammen. Auf den Wurzeln des Baumes sind außerdem unterschiedliche Ländernamen notiert.

Viele der Kinder haben nicht immer in Osnabrück gewohnt und gelebt. Das fast drei Meter hohe Kunstwerk symbolisiert daher die vielen Wurzeln, aus denen sich die Schulgemeinschaft – und damit die Osnabrücker Gesellschaft – heute speist. Der Baum soll denn auch, so Schulleiter Martin Igelmann, den Zusammenhalt sichtbar machen: "Wir sind eine Schule und lernen gemeinsam."

In einer festlichen Zeremonie wurde der Baum am 22. Februar 2011 offiziell eingeweiht. Dazu sangen die Kinder gemeinsam das Lied "Ein Baum", das Igelmann im Herbst 2010 für seine SchülerInnen geschrieben hat:

Ein Baum

Ein Baum wölbt sein Blätterdach über dir und mir.
Leg deinen Arm um seinen Stamm: Wie lang steht er wohl schon hier?
Tief verwurzelt ist der Baum, so stör'n ihn harte Zeiten kaum.
Alter Baum, großer Baum, starker Baum; hier bist du zu Haus.

Weit verzweigt wie dieser Baum leben Menschen hier im Land.
Denn ein Mensch schlägt gerne Wurzeln, wo er eine Heimat fand.
Wo die Arbeit Früchte bringt, baut ein Mensch an seinem Nest,
Da wo seine Freunde sind, man ihn leben lässt.

Tief verborgen in der Erde hat der Baum durch Wurzeln Halt.
Viele Menschen leben heute, manche jung und andere alt.
Aber wo sind unsre Wurzeln, woher stammen du und ich?
Uns verbindet einst und jetzt, dich und mich.

Ein Baum wölbt sein Blätterdach über dir und mir.
Leg deinen Arm um seinen Stamm: Wie lang steht er wohl schon hier?
Tief verwurzelt ist der Baum, Sturm hält er aus, Not trifft ihn kaum:
Alter Baum, großer Baum, starker Baum; hier bist du zu Haus.

Wie die Blätter sind wir Menschen, auch wir strecken uns zum Licht.
Christen, Moslems, Juden, Hindus: Viele glauben, andere nicht.
Aber eins ist uns gemeinsam: Alle woll'n im Frieden sein.
Wollen leben, Liebe, Glück, Kinder, die sich freun.

Stamm und Wurzel, Ast und Blatt: Dem Baum gibt jede Faser Kraft.
Jeder Teil sorgt für den anderen: Weil man mehr gemeinsam schafft.
Streit und Hass zwischen Menschen bringen so viel Not und Leid.
Menschen brauchen Freundschaft, Liebe, Achtsamkeit.

Ein Baum wölbt sein Blätterdach über dir und mir.
Leg deinen Arm um meinen Hals: Wie lang sind wir schon hier?
Tief verwurzelt wie der Baum, reiß uns nicht aus, schütz unsern Traum:
Alter Baum, großer Baum, starker Baum: Wir sind hier zu Haus.

Teile des Textes wurden auch in Albanisch, Russisch, Polnisch und Türkisch vorgetragen. Das gemeinsame Singen ist an der Stüveschule ebenso wichtig wie die Tatsache, dass der künstliche Baum "weiterwachsen" soll: Künftig werden auch die Namen der kommenden SchülerInnen an ihm befestigt werden – symbolisch dafür, das die Osnabrücker Gesellschaft weiter wächst.

"Ein Baum": Text und Musik: Martin Igelmann, Herbst 2010

Song gleich hier anhören!


Steckbrief

Titel: Baum der Kulturen
KünstlerIn/HerstellerIn: SchülerInnen der GS Stüveschule Osnabrück
Material/Technik: Maschendraht, Seidenpapier, Zeitungspapier, bemalt
Herstellungsort: Osnabrück
Datierung: 2011 Maße Höhe ca. 300 cm
Aufbewahrungsort: Stüveschule Osnabrück

Wegen Umbau geöffnet

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