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30. „True born Osnabrughs – Osnabrücker Stoffe zu Sklavenhosen“

Stempel der Osnabrücker Legge, Stadtwappen (Rad) mit Umschrift "STAD. OSNAB", Osnabrück 1671

Schon der frühe Kolonialismus hinterließ erste Spuren in Osnabrück. Bis ins 19. Jahrhundert war die örtliche Legge als größte nordwestdeutsche Leinenbörse Sammelpunkt für die aus Flachs hergestellte Hausleinwand. Das „Löwendlinnen“ war Haupthandelsartikel für den Überseehandel. Zugleich war die Legge-Steuer die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Jedes im Osnabrücker Fürstbistum hergestellte Leinentuch musste nach Osnabrück zur Qualitätsschau. Für diese (Pflicht-)Beschau erhob die Stadt Gebühren, die Legge-Steuer.

Das bei der Beschau aufgeprägte Leggesiegel bestätigte wiederum dem Käufer des Stoffes, das dieser von guter Qualität war. In England und Amerika stand das Osnabrücker Leggesiegel für höchste Qualität. in Südamerika wurde „Osnabrücker Leinen“ wegen seiner Tropenfestigkeit geschätzt. Das Tuch gelangte über Holland, England und Spanien nach Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in die Karibik (St. Domingo, St. Thomas und Havanna).

Auch die Osnabrücker Region profitierte also davon, wenn auf den Plantagen in der Karibik das Osnabrücker Leinen für die Herstellung der leichten Kleidung der Sklavenarbeiter benutzt wurde. Der günstige, strapazierfähige Stoff war als „true born Osnabrughs“ oder „Osnabrücker Hosen“ weltbekannt. Was Menschen aus dem Osnabrücker Raum hergestellt hatten, wurden also frühe „Jeans“ für Menschen, die für die harte Sklavenarbeit aus Afrika verschleppt wurden und ihre Heimat nie wieder sahen.


Steckbrief

Titel: Stempel der Osnabrücker Legge
Material/Technik: Holz, Metall
Herstellungsort: Osnabrück
Datierung: 1671
Maße: Ø 4,8 cm
Bemerkungen: Stadtwappen (Rad) mit Umschrift „STAD.OSNABR“
Aufbewahrungsort: Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, 8910

Wegen Umbau geöffnet

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