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Das Anne Frank Haus in Amsterdam und seine pädagogische Ausrichtung

Anne Frank (1929-1945) © Anne Frank Haus Amsterdam, Fotosammlung

Die Stadt Osnabrück hat sich als Verhandlungsort des „Westfälischen Friedens“ der Friedenskultur verschrieben. Einen zentralen Beitrag dazu leistet das Museumsquartier Osnabrück. Für das international renommierte Museum mit dem Werk des 1944 in Auschwitz ermordeten Osnabrücker Malers Felix Nussbaum hat Daniel Libeskind eine besondere, sprechende Architektur geschaffen. Eine seiner „Lines of thought“ weist auf die Villa Schlikker, ehemals Sitz der Osnabrücker NSDAP. Als Teil des Museums ist die Villa heute ein authentischer Lernort, der den Wandel von der Diktatur zur Demokratie verkörpert. Mit diesem Gebäudeensemble besitzt Osnabrück ein Alleinstellungsmerkmal der besonderen Art.
Das Museumsquartier Osnabrück möchte mit seiner Vortragsreihe „Topografien des Terrors – Nationalsozialismus vor Ort“ am regionalen Beispiel zur intensiven und kritischen Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen.
2020 geben das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren Anlass für verschiedene Veranstaltungen. Dabei bilden die Geschehnisse in den Niederlanden, die vor 80 Jahren durch das Deutsche Reich militärisch besetzt wurden, einen Themenschwerpunkt.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Kaum einem Schulkind ist Anne Frank nicht bekannt. Die Geschichte des jüdischen Mädchens aus Frankfurt/Main wurde durch die Rettung ihrer Tagebücher nach dem Holocaust öffentlich und bringt jungen Menschen bis heute das Leben verfolgter Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus näher. Gemeinsam mit Annes Familie lebte auch die Osnabrücker Familie van Pels im Versteck in der Amsterdamer Prinsengracht 263, bevor alle von der Gestapo entdeckt und deportiert wurden, um schließlich in Konzentrationslagern umzukommen. Der Referent stellt verschiedene Konzepte und Projekte vor, mit denen im Amsterdamer Anne Frank Haus versucht wird, über die Biografie Anne Franks und die Geschehnisse in der Prinsengracht Lehren aus der Geschichte des Nationalsozialismus für die Gegenwart zu ziehen.

Die Veranstaltung findet im Akzisehaus statt. Es können maximal 15 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung unter Telefon 0541 3232237 ist erforderlich. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist beim eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen.

Wegen Umbau geöffnet

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