Ariel Reichman, aus der Serie „Winter Help“, Polaroid, 2024-25
Öffentliche Führungen zur Ausstellung finden jeweils um 15:30 an folgenden Terminen statt:
8. Februar 26
14. Februar 26 (Kuratorinnenführung)
5. April 26 (mit Kinderbetreuung von 15-17 Uhr),
Der aus einer jüdisch-orthodoxen Familie stammende und in Berlin lebende Künstler Ariel Reichman (*1979) erforscht in seiner Kunst die eigene Biografie, Erinnerungen, die persönliche Gedanken- und Gefühlswelt. Reichmans interdisziplinäre Arbeiten basieren auf den Konzepten der Empathie und der menschlichen Verletzlichkeit.
Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische KünstlerInnen begegnen Felix Nussbaum" nimmt Reichman das Werk Felix Nussbaums zum Ausgangspunkt, die heutige Gesellschaft zu diskutieren und sie im Spiegel der Vergangenheit zu reflektieren.
Neben Metallskulpturen, die aus eingeschmolzenem Nazi-Metallmemorabilia neu entstehen, werden in der Ausstellung Fotografien von kleinen Papier- und Wachsblumen präsentiert, die wie Abzeichen im Nationalsozialismus als Belohnung verschenkt wurden. Hinter den scheinbar harmlosen Sammlerstücken steckte ein kalkuliertes System nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik und Beeinflussungsstrategie. Im Prozess der Umformung und Transformation stellt Reichman heute die Frage, ob man Geschichte überwinden kann. Was bleibt an Dingen, Architekturen oder auch im Denken von der Vergangenheit haften?
ANXIOUS ABOUT THE SITUATION?
Ariel Reichman erweitert die Ausstellung „Keiner soll frieren!“ im Felix-Nussbaum-Haus um eine vermittelnde Ebene: In einer Workshopreihe können Interessierte auf drei Ebenen den eigenen Gefühlen begegnen, ihren Emotionen Ausdruck verleihen und sie im Gespräch und Austausch reflektieren. Gemeinsam mit dem Künstler und Akteur:innen der unterschiedlichen Disziplinen gehen sie der Frage nach: Was kann gegenwärtig ein Gefühl der Sicherheit im Gefühl der Ohnmacht und Angst vermitteln?
Unterstützt von LEAP

Unterstützt von Artis

Das Vermittlungsprogramm der Ausstellung wird gefördert durch die VGH Stiftung

In Kooperation mit der Felix-Nussbaum-Gesellschaft Osnabrück.

Wegen Umbau geöffnet
Eine private Führung ist die angenehmste Art, die Werke, die Ausstellungen und die Architektur im Museumsquartier kennen zu lernen.
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