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Mehr Demokratie wagen!

Villa Schlikker als Sitz der NSDAP in Osnabrück

Tagung des Arbeitskreises Außerschulische Lernorte der Konferenz für Geschichtsdidaktik

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen stellt sich die pessimistische Frage, ob Demokratiebildung ein Auslaufmodell ist. Im deutschsprachigen Raum ist die politische Bildung eng mit der historischen verbunden. Insbesondere im Kontext der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen hat sich parallel zur umfangreichen Forschungsarbeit – in Wissenschaft wie als lokaler Graswurzelbewegung – über die Jahrzehnte eine breite Landschaft erinnerungskultureller Begegnungsorte entwickelt, die Herzstücke historisch-politischer Bildung sind. Und obwohl empirisch längst belegt ist, dass ein Gedenkstättenbesuch nicht automatisch gegen rechte und menschenfeindliche Ideologien „immunisiert“, so werden diese Einrichtungen doch im Wege einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte über das Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen hinaus zu zentralen Bausteinen für ein besseres Verständnis der Demokratie als schützenswerter Gemeinschaftsform.

Gedenkorte als Lernorte dienen mithin neben der historischen Aufklärung auch der Vermittlung demokratischer Werte, etwa durch Gedenkveranstaltungen und pädagogische Angebote, die das Bewusstsein für Menschenrechte, Toleranz und Zivilcourage fördern sollen. Umso bitterer ist die Erkenntnis, dass das Amalgam einer intensiven, über Jahrzehnte reichenden Aufarbeitung offensichtlich nur eine allzu dünne Schutzschicht gegen Demokratiefeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus ausformen konnte. Die lange sicher geglaubte Demokratie scheint nicht mehr selbstverständlich Stabilität zu verkörpern.

Welche Rolle können unter diesen Bedingungen Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren etc. als historisch-politische Bildungs- und Begegnungsorte spielen? Welchen Herausforderungen müssen sie sich in ihren Aufträgen auf struktureller Ebene, aber auch in der alltäglichen Arbeit stellen? Verstehen sie sich als Trainingsräume für einen offenen gesellschaftlichen Disput? Können sie mithelfen, die von bestimmten Kreisen forcierten Polarisierungen und Freund-Feind-Schemata zu überwinden? Wie öffnen sie neue Räume für ein zivilgesellschaftliches Miteinander unter humanem Vorzeichen? Lässt sich mit ihrer Unterstützung wieder „mehr Demokratie wagen“?

 

 

Donnerstag, 16. April 2026

10.30-12.00

Freie Führungsangebote
(Anmeldung erforderlich unter: gollmann@osnabrueck.de)

10.30                    Angebot A:       „Gedenkstätte Gestapokeller“ (Schloss)

10.30                    Angebot B        „Die Villa_“ (Museumsquartier)

10.30                    Angebot C        „Felix-Nussbaum-Haus“ (Museumsquartier)

 

 

Opening

12.00  Empfang / Anmeldung / Erfrischung

 

Eröffnung

12.30 Begrüßung
Nils-Arne Kässens (Direktor Museumsquartier Osnabrück)

12.45 Einführung
Andrea Brait, Christine Gundermann (Sprecherinnen Arbeitskreis Außerschulische Lernorte) und Thorsten Heese (Museumsquartier Osnabrück)

13.00-13.45  Keynote
Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte

 

  1. Sektion:

14.00-15.30 Ansprüche
Moderation: Frank Britsche, Leipzig

14.30-15.00
Museen als Lernorte für Frieden
Gabriele Danninger, Salzburg

15.00-15.30
Antifaschistische Waschmaschinen oder Orte kritischer Mündigkeit? Gedenkstätten und Spannungsfelder der Demokratiebildung
AK Räume öffnen

15.30-16.00
Mehr als „nur“ Technik: Historisch-politische Bildung in Industriemuseen
Arndt Macheledt, Heringen

 

15.30-16.00  Tee- und Kaffeepause

 

  1. Sektion

16.00-17.30 Pädagogik
Moderation: Daniel Gollmann

16.00-16.30
Zwischen Normierung und Diskurs. Herausforderungen der Lehrerprofessionalisierung für schulische Gedenkstättenbesuche
Felix Ostermann/Martin Schlutow/Christian Winklhöfer, Münster

16.30-17.00
Betroffenheit und/oder historisch-politisches Lernen – Erwartungen österreichischer Lehrkräfte an Gedenkstättenbesuche
Andrea Brait, Krems

17.00-17.30
Beziehungsarbeit als Voraussetzung und ein kritischer Blick auf Gegenwartsbezüge – Perspektiven von Gedenkstättenpädagog:innen auf Herausforderungen ihrer Arbeit
Freya Kurek, Köln

18.00 Empfang im Friedenssaal des Historischen Rathauses
Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

Sprecherinnen des Arbeitskreises

Ausklang des Tages
Gespräche bei Getränken und Catering

 

Freitag, 17. April 2026

Start in den Tag
8.30 Ankommen mit Tee und Kaffee

 

  1. Sektion

9.00-10.30  Orte
Moderation: Christine Gundermann

9.00-9.30
Vom Lern- zum Erinnerungsort – das Hadwig-Schulhaus der Pädagogischen Hochschule St. Gallen
Catrina Langenegger/Thomas Metzger, St. Gallen

9.30-10.00
Eine Villa_ für Demokratie. Das Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte
Thorsten Heese, Osnabrück

10.00-10.30
Lernort Stasi-Zentrale. Archivpädagogik und historisch-politische Bildungsarbeit auf dem „Campus für Demokratie“
Nina Ziesemer, Berlin

10.30-11.00      Tee- und Kaffeepause

 

  1. Sektion

11.00-12.30  Teilhabe
Moderation: Thorsten Heese

11.00-11.30
Dialogräume schaffen im partizipativen Ausstellungsprojekt Anti-Anti 2.0
Franziska Dunkel, Stuttgart

11.30-12.00
Lust und Leid der historisch-politischen Bürgerschaftsforschung – von der Euphorie über die Empirie zum echten Miteinander
Hiram Kümper, Mannheim

12.00-12.30
„Vieles sind ja Vermutungen …!“ Kontroversität in musealen Lernspielen
Jessica Kreuz/Simon Baumgartner, Passau

 

Auf der Zielgeraden
12.30-13.30

12.30-13.15
„Mehr Demokratie wagen“ – eine Bilanz der Tagung
Abschlussdiskussion mit
Sebastian Weitkamp, Gedenkstätte Esterwegen
Thorsten Heese, Osnabrück
Oliver Plessow, Geschichte der Didaktik, Universität Rostock
Moderation: Christine Gundermann

13.15-13.30
Verabschiedung

14.00-15.30
Freie Führungsangebote
(Anmeldung erforderlich unter: gollmann@osnabrueck.de)

14.00                    Angebot D:       „Gedenkstätte Gestapokeller“ (Schloss)

14.00                    Angebot E        „Die Villa_“ (Museumsquartier)

14.00                    Angebot F        „Felix-Nussbaum-Haus“ (Museumsquartier)

 

 

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