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Forum Migration

Erster italienischer Karmann-Arbeiter bei seiner Ankunft in Osnabrück Oktober 1959 Copyright: Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück


Termine:

  • 27. Februar 2020
  • 23. April 2020
  • 18. Juni 2020
  • 27. August 2020
  • 01. Oktober 2020
  • 26. November 2020

Viele Osnabrücker*innen mögen denken, dass ihre Geschichte mit einem geschichtlichen Museum nichts zu tun hat, weil sie oder ihre Familien erst in der jüngeren Vergangenheit zugewandert sind und noch nicht so lange in der Stadt leben. Sie begreifen das Museumsquartier noch nicht als „ihr Museum“ und als „Ort ihrer Geschichte“. Dabei ist dort auch dieser Teil der Osnabrücker Geschichte längst Gegenstand der Arbeit. Das Forum für das „Osnabrück der 150 Nationen“ und die Geschichte der Menschen, die diese kulturelle Vielfalt der Stadt ausmachen, leben und täglich gestalten, soll die geschicht­lichen Wurzeln dieser erweiterten städtischen Gesellschaft näher erforschen helfen.

Thomas Brehm, der Leiter des Kunst- und kulturpädagogischen Zentrums in Nürnberg (KPZ), bemängelte 2011 in einem Zeitungsartikel, die Geschichte der Migration sei in deutschen Museen unterrepräsentiert. Museen besäßen noch keine entsprechenden Sammlungsbestände. Sie müssten dringend mit dem Sammeln beginnen, da beispielsweise die erste Generation der „Gastarbeiter“ bereits ein hohes Alter erreicht habe und nur noch kurze Zeit zu ihrer Geschichte befragt werden könne. Nach Brehms Deutung ist Migrationsgeschichte also eine „museale Bildungslücke“. Seit Januar 2011 arbeitet das „Forum Migration“ im Museumsquartier mit dem Ziel, diese „Bildungslücke“ zu schließen.

Das Forum Migration soll die geschicht­lichen Wurzeln dieser erweiterten städtischen Gesellschaft näher erforschen helfen. Zudem soll ihre gegenständliche Hinterlassenschaft, also „Objekte mit Migrationshintergrund“, die diese Wurzeln sichtbar machen, im Museum langfristig eine neue Heimat finden.
Als Arbeitsform wurde das „Virtuelle Osnabrücker Migrationsmuseum“ etabliert. Es ist das erste seiner Art in Norddeutschland und sammelt Objekte und Erzählungen zur Geschichte der Migration in Osnabrück. Es bietet der Osnabrücker Bürgerschaft die Möglichkeit, sich an der Arbeit des Museumsquartiers zu beteiligen. Das einfach gestaltete Internetportal kann sowohl von Einzelpersonen genutzt werden als auch für die Arbeit von Schulen bzw. im Rahmen von Integrations- und Orientierungskursen für Zuwander*innen eingesetzt werden.

Eintritt frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Termine:

Donnerstag, 28. November 2019, 17.00 Uhr
„Wirtschaftsflüchtling!?“

In den aktuellen Debatten über gegenwärtige Migrationsbewegungen wird der Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ häufig in negativem Sinn eingesetzt. Er suggeriert dann, dass die betreffenden Menschen eigentlich keine wirklichen Gründe haben würden außer denen, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. Die sehr viel differenzierter zu betrachtenden Hintergründe werden dabei oft gar nicht zugelassen.

Verändert das Wissen, dass auch deutsche „Wirtschaftsflüchtlinge“ in der Geschichte in sehr großer Zahl ausgewandert sind, z.B. in die USA, die Perspektive auf Wanderungsbewegungen von heute? Darüber soll in der Veranstaltung gemeinsam gesprochen werden.

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