Heinrich Friedrich Wiepking (1891–1973)
Eintritt frei
Ursula Kellner aus Hannover spricht über den Gartenarchitekt und Hochschullehrer Heinrich Friedrich Wiepking.
Der Nachlass Heinrich Friedrich Wiepkings (1891–1973) gehört seit 1977 zum Bestand des Niedersächsischen Landesarchivs Osnabrück. Ergänzt durch weitere Quellen, ermöglicht er, sich dem Leben des Gartenarchitekten, Landschaftsgestalters und Hochschullehrers zu nähern – es zu re-konstruieren.
Seit Ende des Zweiten Weltkriegs war Osnabrück Lebensmittelpunkt der Familie. Trotz seiner Mitarbeit im Planungsapparat Himmlers wurde Wiepking vom Hauptausschuss Osnabrück entnazifiziert und begann bis in die Landesregierung hinein, seine Karriere übergangslos fortzusetzen. Seinem Engagement hat Osnabrück die Höhere Gartenbauschule, heute Teil der Hochschule Osnabrück, zu verdanken.
Die sogenannte 68er-Generation richtete den Fokus auf Wiepkings Mitwirken in der NS-Zeit. Die Diskussionen gerieten zur Schwarz-Weiß- oder besser Braun-Grün-Malerei. Die Forschung zu Wiepking zeigt aber, dass die Wirklichkeit vielschichtiger ist: wie dünn die Linie zwischen Grün und Braun ist und wie leicht sich Grenzen verschieben.
Die Reihe „Geschichte konkret“ ist eine Kooperation mit dem „Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück“. In wissenschaftlich fundierten Vorträgen werden historische Aspekte der Stadt und Region Osnabrück zwischen Früher Neuzeit und Moderne vorgestellt.
Wegen Umbau geöffnet
Eine private Führung ist die angenehmste Art, die Werke, die Ausstellungen und die Architektur im Museumsquartier kennen zu lernen.
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