Blick in die neue Offizin der Hirsch-Apotheke, Große Straße 46/47
Eintritt frei
Dr. Dieter Veldtrup, Osnabrück: Konkurrenz kann das Geschäft beleben. Was aber tun, wenn die Geschäftslokale zu dicht beieinander liegen? Um 1620 trafen die Eigentümer der bis dahin einzigen Apotheken Osnabrücks, die beide in der dortigen Altstadt lagen, eine bemerkenswerte Absprache: Sie sah nicht nur eine Heiratsbeziehung zwischen den beiden Familien vor, sondern auch die Umsiedlung der einen Offizin zum Nikolaiort/Ecke Herrenteichsstraße.
Seitdem besteht dort am ehemals lukrativen Salzmarkt die Hirsch-Apotheke, die sich seit 1647 in der 10. Generation im Besitz einer einzigen Familie befindet und seit 294 Jahren in ununterbrochener Folge von deren Nachkommen aus der Familie Meyer betrieben wird. Damit dürfte sie in Deutschland einen Rekord aufstellen, der es wert ist, auch die Frühgeschichte der bereits seit 1554 in Osnabrück nachweisbaren Familie Meyer eingehender zu betrachten. Dieter Veldtrup bindet ihre Familiengeschichte in die Stadtgeschichte von Osnabrück ein und wirft Schlaglichter auch auf die medizinische Versorgung in Krisenzeiten wie der Pest.
Die Reihe „Geschichte konkret“ ist eine Kooperation mit dem „Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück“. In wissenschaftlich fundierten Vorträgen werden historische Aspekte der Stadt und Region Osnabrück zwischen Früher Neuzeit und Moderne vorgestellt.
Wegen Umbau geöffnet
Eine private Führung ist die angenehmste Art, die Werke, die Ausstellungen und die Architektur im Museumsquartier kennen zu lernen.
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